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Die Geschichte des SV Simonshofen

Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen die Geschichte unseres Vereins näherbringen. Die Vereinsgeschichte wurde im Jahre 2004 anlässlich des 40-jährigen Jubiläums des SVS von Florian Beyer zusammengetragen und bis heute weitergeführt. Besonders die Aufzeichnungen und Erzählungen vieler Gründungsmitglieder haben zur nachfolgenden Chronik beigetragen. Wer sich nun die Jahrzehnte unseres Vereines genauer betrachtet und noch wichtige Fakten dazu beisteuern kann darf sich gerne beim Verfasser melden oder ihn unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! kontaktieren. Viel Spaß beim Lesen der folgenden Seiten !        

 


 

1964-1969


Die Idee in Simonshofen Fußball zu spielen war schon Anfang der 50er Jahre bei einigen Sportfreunden vorhanden. Eine Vereinsgründung wurde  zum damaligen Zeitpunkt nicht in Erwägung gezogen. Es wurden  einige Spiele, auf dem 1. Sportplatz   in Simonshofen unterhalb des damaligen Altenheimes (heute CISS e.V.), ausgetragen. Da aber aus dieser „losen Spielgemeinschaft“ kein organisierter Verein entstand, wanderten im folgenden Jahrzehnt  alle fußballbegeisterten Jugendlichen über den „Kaltenbrunnen“ nach Neunhof, um dort dem runden Leder hinterher zu jagen. Es dauerte bis ins Jahr 1964, bis der 2. Versuch unternommen wurde  dauerhaft den Fußballsport in Simonshofen zu etablieren. Die Simonshofer um Fritz Liedel wollten nach Unstimmigkeiten die 1. Mannschaft des TSV Neunhof  in Richtung SC Eckenhaid verlassen. Und auch der eingefleischte Neunhofer Josef Barabas hatte von seinem Heimatverein fürs erste genug. Er kam auf die Idee in Simonshofen  einen eigenen Verein zu gründen. Dies wurde unter der Leitung von Josef Barabas und Fritz „Joe“ Liedel in die Tat umgesetzt. Nachdem die Simonshofer Bevölkerung schon im Vorfeld durch Mundpropaganda für diese Idee begeistert werden konnte, erschienen zur Gründungsversammlung am 27. Juni 1964 im Gasthof Tank (Goldener Hirsch) 54 Sportkameraden. Unter der Mithilfe des damaligen 1. Bürgermeisters Schmidt und des Dorfschullehrers Stumptner wurde der Sportverein Simonshofen aus der Taufe gehoben. Dabei wurden folgende Sportkameraden in die Vorstandschaft gewählt:

1. Vorstand                      Willi Preller sen.
2. Vorstand                      Georg Untheim
Schriftführer und Kassier  Kurt Hännig
Spielleiter                         Josef Barabas     

Als Vereinsname wurde einstimmig Sport-Verein (SV) Simonshofen und die Vereinsfarben lila-weiß festgelegt. Als Vereinslokal wurde die Gastwirtschaft Tank (Goldener Hirsch) bestimmt. Die Gründungsversammlung wurde nur durch eine Abordnung Neunhofer Sportkameraden gestört, die  versuchten die Gründung des SVS zu verhindern. Denn eines war nun klar: Alle Simonshofer in Diensten des TSV Neunhof wanderten zurück über den „Kaltenbrunnen“ zu ihrem SVS !  

In der Anfangszeit hatte man vor allem elementare Probleme. Die Suche nach einem geeigneten Sportgelände erwies sich als sehr schwierig. Viele Landwirte bei denen angefragt wurde, weigerten sich ein Stück Wiese  herzugeben. Ein Grund war wohl auch die Erfahrung mit den ersten Spielversuchen Anfang der 50er Jahre. „Des wird eh nix !“ war oftmals der Spruch den sich Willi Preller und Fritz Liedel  anhören mussten. Doch letztendlich wurden die Verantwortlichen doch noch fündig: Eine Waldlichtung, von der Landwirtin Liesl Dürsch zur Verfügung gestellt, ca. 500 Meter östlich  des „alten“ B-Platzes (Alm) wurde die 1. Heimat der SVS - Kicker. Wer  erinnert sich noch an das 1. Heimspiel des SVS ? Noch vormittags wurde auf dem zur Verfügung gestellten Terrain die letzten Bäume gefällt und nachmittags rollte der Ball ! Unbestätigten Angaben zufolge, drückten bei der Sportplatzabnahme Verbands- und Schiedsrichterobmann nicht nur beide Augen sondern auch alle „Hühneraugen“ zu um dem SVS die Spielgenehmigung zu erteilen.



Sportlich begann es beim SVS rund zu laufen. Nach dem 1. Spiel beim Pokalturnier in Leinburg gewann die Truppe von Trainer Richard Schlenk das darauffolgenden Pokalturnier in Achteltal. Als wichtiger Unterbau für die 1. Mannschaft konnte schon im Jahr 1965 eine A-Jugend gegründet werden. So langsam stellte sich ein regelmäßiger Trainings- und Spielbetrieb ein, der aber mit den heutigen Möglichkeiten nicht zu vergleichen war. Wegen des fehlenden Flutlichtes wurde im Herbst und im Winter in einer Scheune trainiert. Die mit Lampen ausgeleuchtete „Trainingshalle“ wurde vor allem bei Kopfballduellen den Spielern oftmals zum Verhängnis, da immer wieder das Gebälk die Laufwege der Kicker kreuzte.

1967 wurde dem SVS vom Landwirt Georg Untheim eine Wiese zur Verfügung gestellt; diese Wiese wurde fortan als „A-Platz“ genutzt und ist im Verein  unter dem Namen „Alm“ bis heute vielen Mitgliedern ein Begriff. In dieser Zeit wurden auch, unter Mithilfe des damaligen Bürgermeister Schmidt, die Weichen für den Bau des heutigen Vereinsgeländes am Hüllweiher gestellt. Die Kameradschaft und Geselligkeit wurde in diesen Tagen groß geschrieben. Nach Training und  Spiel saß man immer im Vereinslokal Tank und ab 1968 im neuen Vereinslokal „Falkner“ (Fam. Heinrichs) zusammen und feierte oft bis in die Morgenstunden. Auch Ausflüge nach Österreich, ins Ötztal und an den Fuschlsee, konnten gestaltet werden. Höhepunkt aber war sicherlich der Flug nach Berlin im Jahre 1968 unter Trainer Willi „General“ Dietel. Bei diesem Ausflug wurde auch ein Freundschaftsspiel gegen Schwarz-Weiß Spandau Berlin mit 6:4 gewonnen.

Als Novum und Kuriosität zugleich kann man in den 60er Jahren auch eine Tatsache bezeichnen, die man heutzutage nur noch von Länderspielen kennt. Die SVS -Kicker wurden bei sonntäglichen Heimspielen von einer 12-köpfigen Blaskapelle  begleitet. Dabei erstreckte sich vor dem Spiel eine Art Festzug vom Vereinslokal Heinrichs bis zum Sportgelände. Und auch in der Halbzeitpause des Spiels marschierte die Blaskapelle über den Rasen und blies den beiden Mannschaften ordentlich den Marsch!

 


 

1970-1979


Anfang der 70er Jahre spielte die 1. Mannschaft des SVS in der damaligen C- Klasse eine immer wichtigere Rolle. Mit Platz 3 in der Spielzeit 1969/70, Platz 5 in der Saison 1970/71 und Platz 2  1971/72 wurde der Aufstieg in die B-Klasse jeweils knapp verpasst. Nach dieser Saison verließen einige Leistungsträger den SVS Richtung Röthenbach und Schnaittach. Unter Trainer Gold erreichte die dezimierte Truppe einen enttäuschenden 9. Rang. Vor der Saison 1973/74 kamen die „Abtrünnigen“ Heinz Arnold, Georg Preller und Werner Preller wieder zurück an den Hüllweiher. Mit dem neuen Trainer Hans Engelhardt wurde der bis dahin größte Vereinserfolg gefeiert. Die Mannschaft  mit den heute noch bekannten Heinz Arnold, Fritz Liedel, Konrad Röhrer, Fritz Kreppel, Martin Ulherr, Manfred Utz, Manfred Beyer, Georg und Werner Preller, Heinz Lauterbach, Erhard Beyer, Georg Bayer und einige andere holten 1973/74 souverän den Meistertitel. Und auch in der B-Klasse hielt der Höhenflug noch einige Jahre an. Am Ende des Höhenfluges stand 1977 ein 4. Tabellenplatz in der B-Klasse. Ab diesem Zeitpunkt ging es steil bergab mit der Simonshofer Truppe. Viele Leistungsträger mussten alters- und verletzungsbedingt ihre Karriere beenden. Mit dem letzten Platz in der Saison 1978/79 und dem damit verbundenen Abstieg in die C-Klasse endete die Ära der „1. Generation“ !



Im sportlichen Bereich nahm in den 70er Jahren eine 2. Mannschaft am Spielbetrieb teil, die den wichtigen Unterbau für die 1. Mannschaft bildete. Neben der fest etablierten A-Jugend  wurden auch Anfang der 70er Jahre  Schülermannschaften gebildet. In Verbindung mit dem TSV Neunhof  als Partner einer Spielgemeinschaft konnten bis zu 3 Mannschaften an der Verbandsrunde teilnehmen. Die „Oldies“ fanden ab 1976 in der AH – Mannschaft ihre sportliche Betätigung. Diese erste „Alt-Herren-Truppe“ setzte sich überwiegend aus den Spielern der Anfangsjahre zusammen.

Unter der Regie des 1. Vorsitzenden Willi Preller wurde in den 70er Jahren auch im Umfeld  des Vereines einiges geschaffen. Der Ende der 60er Jahre begonnene Sportplatzbau am Hüllweiher konnte 1973 fertiggestellt werden. Nach großen Schwierigkeiten bei der Auffüllung und Trockenlegung des morastigen und sumpfigen Geländes wurde aber letztendlich die große Mühe der zahlreichen Helfer belohnt. Im Untergrund des heutigen A-Platzes liegt unter anderem ein komplett abgerissenes Haus!! In der Aufstiegssaison 1973/74 wurde das neue Spielfeld eingeweiht. Die nächste Einweihungsfeier fand dann 1977 statt. Das neue Schmuckstück des SVS, das in Eigenleistung erbaute Sportheim, wurde seiner Bestimmung übergeben. Der SVS gehörte zu den 1. Vereinen im Pegnitzgrund, die ein  Sportheim besaßen. Zur Einweihung fand dann die 2. Laufer Stadtmeisterschaft statt und die traditionelle Sportlerkirwa wurde aus der Taufe gehoben.  Dieses gesellschaftliche Ereignis ist seitdem fester Bestandteil des Vereins- und  Dorflebens und ein „Markenzeichen“ des Vereines. Die Geselligkeit wurde neben der Sportlerkirwa auch durch Spielersitzungen, Weihnachtsfeiern, Faschingsbällen, Vatertagsausflügen etc. gepflegt und ausgebaut.


1980-1989

Als 1. sportliches Highlight des neuen Jahrzehnts durfte der Gewinn der AH - Stadtmeisterschaft 1980 mit einem 2:1 gegen den Sportklub Lauf auf dem Gelände des SK Heuchling gefeiert werden.  Die 1. Mannschaft hingegen, machte den Verantwortlichen in den frühen 80-er Jahren große Sorgen. Mit einem 14. und letzten Tabellenplatz in der C-Klasse im Jahr 1980 wurde der absolute sportliche Tiefpunkt erreicht. Im Folgejahr wurde mit Klaus Loos aus Röthenbach ein neuer Trainer verpflichtet, der die Truppe auch nicht entscheidend nach vorne brachte. Die Mannschaft dümpelte bis 1984 immer zwischen Platz 8 und 10. Doch mit dem Aufrücken der erfolgreichen A-Jugendmannschaft (Vizemeister und Aufsteiger in die Kreisklasse) 1984 in die Vollmannschaft, wurde der Simonshofer Fußball wieder entscheidend belebt. Mit Manfred Beyer rückte auch ein Mann auf den Trainerposten, der die meisten Spieler schon von Kindesbeinen an kannte und auch viele Spieler seit der Schüler ausgebildet hatte. Ihm zur Seite stand mit Martin Ulherr als Spielleiter ein weiteres SVS - Urgestein. Mit viel Disziplin und harter Trainingsarbeit spielten sich Spieler wie Thomas Strobel, Thomas Pförtsch, Klaus Pfister und Uwe Schlenk in den Vordergrund. die jahrelang als Stammspieler und Leistungsträger das Gerüst der 1. Mannschaft bilden sollten. Zwischen 1984 und 1987 scheiterte die Truppe mit den Plätzen 4,  3 und 2 jeweils knapp am Aufstieg. Mit dem 9. Platz im Jahre 1988 schien dieser Aufwärtstrend wieder gestoppt. Für die Saison 1988/89 wurde mit Manfred Utz als „Teamchef“ ein Spieler der 74er Meistermannschaft in die Verantwortung genommen, der die jungen Spielertrainer Thomas Pförtsch und Klaus Tiedtke von der Linie aus unterstützte. Es wurden auch etliche Spieler von anderen Vereinen geholt, um das Ziel „Wiederaufstieg in die B-Klasse“ zu realisieren.  Am 28.05.1989 verließ der SV Simonshofen  nach genau 10 Jahren wieder die Niederungen der C-Klasse. Nach einem  Zweikampf über die gesamte Saison hinweg, wurde der direkte  Konkurrent SV Offenhausen in einem packenden Endspiel am letzten Spieltag vor 1000 Zuschauern am Hüllweiher mit 1:0 niedergerungen. Das entscheidende Tor in diesem „Thriller“ erzielte Goalgetter Axel Wölfel in der 63. Minute. Doch dieser Erfolg sollte nicht der einzige im Jahr des 25-jährigen Vereinsbestehens bleiben. Eine Woche nach dem Aufstieg der 1. Mannschaft wurde die A-Jugend unter Trainer „Joe“ Liedel und Jugendleiter Georg Bayer Meister in der Kreisklasse und sicherte sich damit einen Platz in der Kreisliga. 

Auch außerhalb des Sportplatzes entwickelte sich der Verein kontinuierlich weiter. Im Jahre 1981 wurde auch  für die Damen eine Möglichkeit geschaffen, sich sportlich zu betätigen. Eine Damengymnastikgruppe wurde von Betty Kretschel und Robert Tischer ins Leben gerufen, die ab diesem Zeitpunkt aus dem Vereinsleben nicht mehr wegzudenken war. Vor allem bei der Organisation und Ausrichtung von Festen und Feiern zeigten und zeigen die Damen der Gymnastikgruppe, neben ihren sportlichen Aktivitäten, immer großes Engagement.

Im Rahmen der mittlerweile fest etablierten Sportlerkirwa wurde in den 80-igern das 20- und 25-jährige Bestehen des Vereins groß gefeiert. 1984 wurde ein Pokalturnier ausgerichtet und 1989 gab es sogar eine ganze Sportwoche, in der sich alle Mannschaften und Abteilungen präsentieren durften.

Das Sportgelände am Hüllweiher wurde unter der Regie von 1. Vorstand Fritz Liedel und dem langjährigen Platzwart und 2. Vorstand  Dieter Kretschel gepflegt und weiter verbessert. Für die  Pflege der Sportplätze wurde im Jahre 1980, für den damals stolzen Preis von 20.000,-- DM, ein Mähgerät mit Absaugwagen angeschafft. Das Mähgerät wurde über die Jahre sehr gut gepflegt und  war noch bis in das Jahr 2007 im Einsatz für den SVS, ehe ein neues Mähgerät angerschafft wurde! Eine, für den Verein zukunftsweisende Entscheidung, wurden im Jahr 1989 getroffen. Mit dem  Ausbau des Sportheims, der Errichtung eines neuen Spielfeldes mit Flutlichtanlage (heute B-Platz) und dem Bau einer Berieselungsanlage für beide Plätze startete der SVS in die 90-iger Jahre.


1990-1999

Die 90-iger Jahre begannen für den Verein sehr ereignisreich. In mehr als 10.000 Arbeitsstunden wurde der Ausbau des Sportheimes zum größten Teil in  Eigenleistung bewerkstelligt und  zur Sportlerkirwa 1991 seiner Bestimmung übergeben. Auch der Sportplatzneubau wurde abgeschlossen, so dass alle Aktiven nun optimale Bedingungen vorfanden um ihrem Sport nachzugehen. Die 1. Mannschaft spielte in den ersten 3. Jahren  nach dem Wiederaufstieg in die B-Klasse eine passable Rolle im Mittelfeld der Liga. Für die Saison 1992/1993 wurde der Aufstieg in die A-Klasse (Kreisliga) als Ziel ausgegeben. Die Mannschaft wurde mit 9 Spielern von auswärtigen Vereinen verstärkt. Die Truppe von Trainer Manfred Utz und Spielleiter Manfred Beyer sollte aber in dieser Saison ihr „Waterloo“ erleben. Konnte man sich Anfangs der Saison noch im Mittelfeld behaupten, wurde in den Wintermonaten eine Serie mit 8 Niederlagen eingefahren, die den SVS tief in die Abstiegsregionen stürzen ließ. Gegen Ende der Saison konnte sich die Truppe wieder  erholen, und erreichte am letzten Spieltag noch den Relegationsplatz. In einem denkwürdigen Spiel auf der alterwürdigen „Alm“ wurde Mitabstiegskandidat Auerbach Res.  (verstärkt mit 6 BOL – Spielern !!)  durch einen 3:2 Sieg in die C- Klasse geschickt. Diese Partie war nach 26 Jahren das letzte Pflichtspiel auf dem „heiligen (nicht mehr vorhandenen)) Rasen“!!! In den anschließenden Relegationsspielen musste der SVS  Niederlagen gegen Altensittenbach  und Welluck hinnehmen und zum 2. Mal den bitteren Gang in die C-Klasse antreten.  Nach dem Abstieg zerbrach die Mannschaft völlig und viele Spieler verließen den Verein. Der neue Trainer Arthur Buß musste mit jungen, unerfahrenen  Spielern eine neue Mannschaft aufbauen. 3 schwierige Spielzeiten mit vielen Rückschlägen hatte die Mannschaft zu überstehen. In der Saison 1994/95 konnte der Verein erstmals seit 1965 keine 2. Mannschaft mehr stellen. Doch in dieser schwierigen Zeit bildete sich wieder eine sehr gute Kameradschaft innerhalb der Mannschaft, die z.B. in der Abstiegssaison sehr vermisst wurde. Zur Spielzeit 1996/97 konnte Thomas Strobel („ein Kind des SVS“) vom SC Eckenhaid als Spielertrainer verpflichtet werden. Mit einigen erfahrenen und jungen Neuzugängen  sollte das Saisonziel „vorderes Mittelfeld“ erreicht werden. Am Ende der Saison stand ein souveräner Meistertitel  und der 3. Aufstieg in die B-Klasse ! Dies war der Anfang der sportlich erfolgreichsten Ära die bis heute anhält. 12 Jahre in Folge spielte der SVS noch nie in der Kreisklasse (B- Klasse) !!! In erster Linie ein Erfolg von Thomas Strobel und Günter Untheim, aber auch  der Spieler die in den  schwierigen Jahren zwischen 1993 und 1996 dem SVS treu geblieben sind.  Die 1. Mannschaft spielte in den Jahren 1997-1999 mit  Platz 5 bis  8 ein gute Rolle in der Kreisklasse.

Die Jugendarbeit kann in den 90-iger Jahren als das Prunkstück des Vereines betrachtet werden. Besonders hervorgetan haben sich vor allem Georg Bayer, Hans Simon, Ludwig März und  Bernd Dietweger die maßgeblichen Anteil am Aufbau eines fast durchgängigen Jahrgangsnetzes von den G-Junioren bis hin zu den A-Junioren  hatten. Es wurden auch zahlreiche Meistertitel und Pokale gewonnen. Im Jugendbereich  das erfolgreichste Jahrzehnt der Vereinsgeschichte!

Eine andere erfreulich Entwicklung zeigte sich in der  Etablierung anderer Sparten im Verein. 1993 wurde unter großer Initiative von Karl Trappe die Tennisabteilung gegründet, deren Mitglieder auf dem Kunstrasenplatz der CISS e.V. dem gelben Filzball hinterher jagen. Anfangs von vielen belächelt, ist diese Abteilung heutzutage nicht mehr aus dem Verein wegzudenken. Auch die Walking - und Skigymnastik Gruppe hat sich mit der Zeit im Verein etabliert und erfreut sich großem Zuspruch.

Im Jahre 1996 trat Fritz „Joe“ Liedel nach 17 Jahren von seinem Posten als 1.Vorstand zurück und übergab sein Amt  an Gerhard Büttner. Fritz Liedel wurde als „dienstältester“ Vorstand und „Vater des SVS“  neben Willi Preller zum Ehrenvorstand ernannt.

Im gesellschaftlichen Bereich wurden  im neuen Vereinsheim, neben den bereits etablierten Festen, weitere Veranstaltungen abgehalten. Schlachtfest, Weinfest, Schafkopfturnier und Abteilungsveranstaltungen stehen seit 1991 im Vereinskalender. Eine Herausforderung für alle Mitglieder stellte das Laufer Altstadtfest 1998 dar, das der SVS gemeinsam mit allen Simonshofer Vereinen erfolgreich ausrichtete.  Ausflüge mit den Jugendmannschaften nach Bayrischzell, der Tennisabteilung zum Wellnesswochenende in den Bayrischen Wald, der Vollmannschaften zum Fußballturnier nach Brive/Frankreich  und das alljährliche Skiwochenende in Schladming gehörten in den 90-iger Jahren zu den absoluten Highlights.


2000 bis heute

Das neue Jahrtausend begann sportlich mit einem Paukenschlag. Am 03.08.2000 hatte die 1. Mannschaft des SVS im Kreispokal den Bezirksligisten SK Lauf zu Gast. In einem hochdramatischen Spiel bei strömenden Regen gelang der Truppe um Spielertrainer Thomas Strobel die Sensation. Durch einen Treffer von Jochen Eder in der 81. Minute wurde der große Nachbar mit 1:0 besiegt. Einmalig in der bisherigen Vereinsgeschichte! Die Saisonverläufe in den ersten Jahren des Jahrzehnts waren von sehr „gegensätzlicher Natur“. In der Saison 2000/2001 wurde ebenso ein hervorragender 4. Platz belegt wie in der Saison 2002/2003. Zittern musste man in der Spielzeit 2001/2002. Bis zum vorletzten Spieltag musste gegen den Abstieg gekämpft werden. Auch in der Saison 2003/2004 musste bis 3 Spieltage vor Ende der Saison gebangt werden, ehe der Klassenerhalt feststand.  Nach 8 Jahren als Trainer übergab Thomas Strobel sein Amt an den ehemaligen Landesligaspieler Dieter Zimmermann. Zusammen mit SVS – Urgestein Erwin Distler formte er aus den Spielern der nachrückenden A-Jugend und wenig verbliebenen erfahrenen Spielern eine spielstarke  Mannschaft. Die A-Jugend von Erwin Distler hatte seit der E-Jugend insgesamt 6 Meisterschaften gefeiert und avancierte zur besten Jugendmannschaft der Vereinsgeschichte! Gleich im August  2004 setzte die junge Truppe einen 1. Volltreffer. Der Kreisligist SK Lauf wurde auf eigenem Platz wieder aus dem Pokal geworfen. Mit einem 4. Platz und dem Erreichen des Pokalhalbfinales, in dem man erst im Elfmeterschiessen Bezirksligist Ottensoos unterlag, feierte das neue Trainerduo einen gelungenen Einstand. In den folgenden 2 Spielzeiten verpasste man mit einem 3. Platz knapp den Aufstieg in die Kreisliga und erreichte in der Saison 2006/2007 „nur“ einen Mittelfeldplatz. Nach 3 Spielzeiten trennten sich die Wege von Trainer Dieter Zimmermann und dem SVS. Als Nachfolger konnte Christian Carlucci verpflichtet werden, der mit Erwin Distler zusammen das Ziel „Aufstieg“ forcieren sollte. Doch am 03.10.2008, nach einem miserablen Saisonstart, trennte man sich von Carlucci und Erwin Distler wurde alleiniger Cheftrainer. Nach einer furiosen Aufholjagd in der Rückrunde wurde der Relegationsplatz um nur einen Punkt verpasst. Mit dem undankbaren 3. Platz beendete die Mannschaft die Saison 2007/2008. Mit einigen Verstärkungen ging man in die  Saison 2008/2009. Erstmals wurde auch die 2. Mannschaft in der A-Klasse gemeldet und mit Gerald Röhrer konnte auch hier ein „echter Simonshofer“ als Trainer gewonnen werden. Das Ziel Aufstieg wurde von der Distler-Truppe ins Auge gefasst nach der Vorrunde stand  man auf ein einem aussichtsreichen 2. Platz der Kreisklasse. Dieser konnte auch bis zum Ende der Saison verteidigt werden, so daß man in der Aufstiegsrelegation am 30.05.2009 auf dem Platz des SC Eckenhaid gegen den TSV Brand antreten durfte. In einem hochdramatischen Spiel vor 600 Zuschauern konnte die junge Truppe des SVS den Gegner im Elfmeterschiessen mit 5:4 besiegen. Zum alles entscheidenden Spiel um den Aufstieg traf am 11.06.2009 in Forth auf den ehemaligen Bezirksligisten FC Großdechsendorf. Bis zur 87. Minute führte die Mannschaft durch Kapitän Florian Lang 1.0. Ehe eine verunglückte Flanke des Gegners für den Ausgleich sorgte. In einer spannenden Verlängerung zog die Truppe mit 2:3 den Kürzeren - der Traum vom Aufstieg war geplatzt, aber diese Saison war dennoch die erfolgreichste der bisherigen Vereinsgeschichte! Die 2. Mannschaft wusste zu überraschen und belegte nach Abschluss der Saison einen sehr guten 5. Platz.

Im Jugendbereich wurden vor allem die Spielgemeinschaften mit  den Nachbarvereinen verstärkt gesucht. Seit dem Jahr 2006 hat sich der SVS mit dem TSV Neunhof und dem ASV Herpersdorf zu einer Jugendfördergemeinschaft „Laufer Land“ zusammengeschlossen. Unter dem Dach des gemeinsamen Vereins spielen die Jugendlichen aller 3 Vereine im Alter von 10- 19 Jahren. Der SVS zeigte sich aber auch in den kleinsten Altersklassen sehr aktiv. Es werden durchgehend G/F/E-Mannschaften mit Simonshofer Jungs und Mädels gemeldet, die mit großem Eifer die Farben des SVS vertreten. Auch erste Erfolge wurden in diesem Bereich erzielt wie z. B. die Meisterschaft der F-Jugend um die Trainer Matthias Stöckle und Jürgen Lietz im Herbst 2008. Auch einem neuen Trend folgte der Verein in diesem Jahrzehnt. Unter der Leitung der “Pioniere“ Friedhelm Beyer,  Susanne Lang und Uwe Lang wurde im Jahr 2005 erstmals eine U-17 Mädchenmannschaft gemeldet. Später folgten  eine U-13 und U-19 Mannschaft.
  
Jubiläen gab es im neuen Jahrtausend schon einige zu feiern. 20 Jahre Damengymnastik 2001, 10 Jahre Tennisabteilung und 10 Jahre SVS - Express 2003 sind der Beleg für konstante und erfolgreiche Vereinsarbeit.

Im Bereich der Vereinsführung hat sich seit dem Jahr 2000 einiges getan. Im Jahr 2000 übernahm Manfred Utz den Posten als 1. Vorstand von Gerhard Büttner. Ihm folgte im Mai 2004  Günter Untheim. Doch die Probleme im Bereich der Vereinsverwaltung wuchsen von Jahr zu Jahr und machten sich vor allem in einer großen Fluktuation der Ehrenamtsträger und mangelnder Unterstützung der Vereinsbasis bemerkbar. Im Jahr 2008 musste gezwungenermaßen, durch die Rücktrittsabsichten einiger wichtiger Funktionäre, nach neuen Strukturen und Führungskräften für den SVS gesucht werden. Mit einer auf die Vereinsbedürfnisse abgestellten Führungsstruktur, einer guten Mischung aus Erfahrung und Tatendrang und vielen neuen Ideen führt seit dem 30.05.2008 ein fünfköpfiges Führungsgremium plus weiteren 16 Verwaltungsmitgliedern und vielen Helfern die „alte Dame“ SVS. Durch die neue, funktional gegliederte Struktur wird der Wndel in einen modernen und für viele Menschen interessanten Verein versucht.